Ortsgemeinde
56379 Horhausen
Der Ortsbürgermeister
Horhausen, den 17.12.2025
Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
heute war für Horhausen ein ganz besonderer Tag…
wurde als einer von fünf Personen im gesamten Rhein-Lahn-Kreis für seine außerordentlichen Verdienste zum Wohle der Allgemeinheit als ein sogenannter „stiller Star“ ausgezeichnet.
Diese Auszeichnung ist bisher einzigartig hier bei uns in Horhausen und wie ich denke, auch in der ganzen Verbandsgemeinde Diez.
Im Rahmen einer sehr ansprechenden und gelungenen Veranstaltung bei der Kreisverwaltung in Bad Ems wurde „unserem Günter“ für sein weit über das normale Maß hinausgehendes Engagement für unseren Ort eine Ehrenurkunde, ein Buch- und ein Blumengeschenk von Landrat Denninghoff überreicht.
In meiner Laudatio hatte ich zuvor noch einmal die Gelegenheit, den Anwesenden die Beweggründe für mein Bewerbungsschreiben zur Ehrung von
darzulegen.
Diese stelle ich zum Nachlesen ebenfalls unten auf der Seite ein.
Die absolute Stille bei meiner Rede und der anschließende langanhaltende Applaus hat mir gezeigt, dass jeder im Saal diese Beweggründe nur allzu gut nachvollziehen konnte.
Denn: mit
wird ein Vorbild ehrenamtlicher Tätigkeit geehrt, der mit Sicherheit seinesgleichen sucht.
Günter war sichtlich gerührt und man munkelt, bei einer Passage meiner Rede sogar ein kleines Tränchen in den Augen des Geehrten gesehen zu haben…
Begleitet und nach Bad Ems chauffiert wurden wir vom hauptamtlichen Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Diez, Torsten Loosen, dieser in Vertretung von Maren Busch, die leider verhindert war.
Nach der offiziellen Ehrung und den obligatorischen Fotos saßen wir bei Kaffee und Kuchen noch einige Zeit gemütlich zusammen und man konnte merken, wie Günters -natürlich nachvollziehbare- Anspannung immer mehr sank.
Danach haben wir nach der etwa zweistündigen Veranstaltung und nach wirklich tollen Eindrücken gegen 16.00 Uhr wieder die Heimfahrt angetreten.
Günters Anspannung erhöhte sich dann allerdings zwei Stunden später wieder um ein Vielfaches, als ihn eine große Abordnung von Gemeinderat, der Feuerwehr, unseres Kulturvereins und von Freunden mit einem geheim gehaltenen Besuch an seiner Haustüre mit einem großen Glückwunschbanner, einer Raketensalve, vielen herzlichen Glückwünschen und verschiedenen Kaltgetränken überraschte. Selbst unser Ehrenbürger
ließ es sich nicht nehmen, durch seine Anwesenheit Günter seinen Respekt und seine Anerkennung zu erweisen.
Günter war ganz einfach von den Socken…
Was ihn allerdings nicht davon abhielt, sein Schnapsdepot zu öffnen, um in seiner wie immer fürsorglichen Art, aber mit äußerst zittrigen Händen der Abordnung damit über die kühlen Temperaturen hinweg zu helfen.
Soweit die Chronologie des heutigen tollen Tages, die für „unseren Günter“ mit Sicherheit verdientermaßen eines der Highlights seines Lebens bedeutet hat.
Aber auch alle anderen Protagonisten waren sichtlich gerührt und davon angetan.
Und: auch ich hätte sicherlich absolut nichts dagegen, bei weiteren entsprechenden Ehrungen dabei sein zu dürfen.
Also…
Viele liebe Grüße
Euer
heute war für Horhausen ein ganz besonderer Tag…
wurde als einer von fünf Personen im gesamten Rhein-Lahn-Kreis für seine außerordentlichen Verdienste zum Wohle der Allgemeinheit als ein sogenannter „stiller Star“ ausgezeichnet.
Diese Auszeichnung ist bisher einzigartig hier bei uns in Horhausen und wie ich denke, auch in der ganzen Verbandsgemeinde Diez.
Im Rahmen einer sehr ansprechenden und gelungenen Veranstaltung bei der Kreisverwaltung in Bad Ems wurde „unserem Günter“ für sein weit über das normale Maß hinausgehendes Engagement für unseren Ort eine Ehrenurkunde, ein Buch- und ein Blumengeschenk von Landrat Denninghoff überreicht.
In meiner Laudatio hatte ich zuvor noch einmal die Gelegenheit, den Anwesenden die Beweggründe für mein Bewerbungsschreiben zur Ehrung von
darzulegen.
Diese stelle ich zum Nachlesen ebenfalls unten auf der Seite ein.
Die absolute Stille bei meiner Rede und der anschließende langanhaltende Applaus hat mir gezeigt, dass jeder im Saal diese Beweggründe nur allzu gut nachvollziehen konnte.
Denn: mit
wird ein Vorbild ehrenamtlicher Tätigkeit geehrt, der mit Sicherheit seinesgleichen sucht.
Günter war sichtlich gerührt und man munkelt, bei einer Passage meiner Rede sogar ein kleines Tränchen in den Augen des Geehrten gesehen zu haben…
Begleitet und nach Bad Ems chauffiert wurden wir vom hauptamtlichen Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Diez, Torsten Loosen, dieser in Vertretung von Maren Busch, die leider verhindert war.
Nach der offiziellen Ehrung und den obligatorischen Fotos saßen wir bei Kaffee und Kuchen noch einige Zeit gemütlich zusammen und man konnte merken, wie Günters -natürlich nachvollziehbare- Anspannung immer mehr sank.
Danach haben wir nach der etwa zweistündigen Veranstaltung und nach wirklich tollen Eindrücken gegen 16.00 Uhr wieder die Heimfahrt angetreten.
Günters Anspannung erhöhte sich dann allerdings zwei Stunden später wieder um ein Vielfaches, als ihn eine große Abordnung von Gemeinderat, der Feuerwehr, unseres Kulturvereins und von Freunden mit einem geheim gehaltenen Besuch an seiner Haustüre mit einem großen Glückwunschbanner, einer Raketensalve, vielen herzlichen Glückwünschen und verschiedenen Kaltgetränken überraschte. Selbst unser Ehrenbürger
ließ es sich nicht nehmen, durch seine Anwesenheit Günter seinen Respekt und seine Anerkennung zu erweisen.
Günter war ganz einfach von den Socken…
Was ihn allerdings nicht davon abhielt, sein Schnapsdepot zu öffnen, um in seiner wie immer fürsorglichen Art, aber mit äußerst zittrigen Händen der Abordnung damit über die kühlen Temperaturen hinweg zu helfen.
Soweit die Chronologie des heutigen tollen Tages, die für „unseren Günter“ mit Sicherheit verdientermaßen eines der Highlights seines Lebens bedeutet hat.
Aber auch alle anderen Protagonisten waren sichtlich gerührt und davon angetan.
Und: auch ich hätte sicherlich absolut nichts dagegen, bei weiteren entsprechenden Ehrungen dabei sein zu dürfen.
Also…
Viele liebe Grüße
Euer
Laudatio
Sehr geehrter Herr Landrat, sehr geehrte Frau R., sehr geehrte Damen und Herren,
mein Name ist
, ich bin der Bürgermeister der Ortsgemeinde Horhausen und habe die große Ehre, heute eine kurze Laudatio für meinen Mitbürger
zu halten.
Es gibt viele Personen, aber nur wenige Persönlichkeiten.
Und wenn ich Albert Einstein dazu zitieren darf:
Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung.
Wenn dem so ist, dann ist
genau solch eine Persönlichkeit.
Herr Neu hat alleine in den vergangenen sechs Jahren, seit ich Bürgermeister bin, mittlerweile annähernd 1500 ehrenamtliche Arbeitsstunden für unsere Gemeinde geleistet. Das muss man sich erst einmal vorstellen. Und meine Statistik ist einmal nicht gefälscht. Dabei immer als meine rechte und auch linke Hand bei allen unseren großen Projekten der letzten Jahre wie dem Bau eines großen Naturspielgeländes für unsere Kinder, der Sanierung und Neugestaltung unseres Friedhofes, beim momentanen Bau unseres neuen Mehrgenerationengeländes, um nur einige wenige zu nennen.
Beispielsweise hat er dabei als Bagger -und Radladerfahrer in sehr schwierigem Gelände bei einigen Einsätzen seine eigene Gesundheit aufs Spiel gesetzt. Er dabei mit nach außen hin immer stoischer Ruhe, ich als Verantwortlicher immer zittern daneben. Und ich bin ehrlich: einige wirklich brenzliche Situationen haben mir etliche graue Haare beschert und ich habe mich mehrmals schon mit einem Bein im Gefängnis gesehen. Aber er ist halt ein ausgewiesener Fachmann und einfach ein Mann der Taten, nicht der Worte.
Seine fachlichen, in erster Linie aber auch menschlichen Qualitäten und sein immerwährendes Engagement haben uns alle in Horhausen seit Jahren zutiefst beeindruckt. Und dadurch hat er in ganz besonderem Maße dazu beigetragen, dass in Horhausen mittlerweile ein Gemeinschafts- ein Zusammengehörigkeitsgefühl entstanden ist, das es uns ermöglicht, unseren kleinen Ort lebens- und liebenswert und auch zukunftsfähig zu erhalten bzw. zu machen. Denn Günter lebt Ehrenamt vor, und dies im besten Sinne des Wortes.
Er wollte dafür nie ein Wort des Dankes hören, hat immer betont: das mache ich für uns alle hier in Horhausen.
Und ich denke an die vielen Situationen, bei denen er mich wieder einmal an seiner Haustüre in seiner überaus charmanten und wirklich aber immer lieb und scherzhaft gemeinten Art mit den Worten begrüßt hat wie
„ach su wot aua aach, mei Nervensääch, mein Leyblingsbamaster, es weera mol dooh“ oder
„Ralf, wat wellst dau da schon werre hey“, dat bedeit fir mich nix goures oder
„Ralf mein leywer Ortschef, hoste werra mol kaane gefonne, woadd ich komme gleich“
Um dann kurz danach in voller Montur auf einer unserer Baustellen zu stehen.
Und dazu kommt auch noch seine immer an den Tag gelegte Bescheidenheit. Er wollte nie im Mittelpunkt stehen, hat sich nie in den Vordergrund gedrängt, wollte nie für seine Arbeit gelobt oder belohnt werden. Selbst seine eigenen finanziellen Aufwendungen und die vielen Fahrten mit seinem PKW und Anhänger für unsere Gemeinde wollte er nie erstattet bekommen haben.
Und darüber hinaus steht er auch in sozialer Hinsicht mit Rat und Tat zur Seite, da wo Hilfe und Unterstützung gebraucht wird, dies macht er ebenfalls in gleichem Maße, gerade für etliche ältere und hilfebedürftigen Mitbürgerinnen und Mitbürger im privaten Bereich. Er ist einfach ein Helfer und Kümmerer und dies im besten Sinne des Wortes.
Und ohne ihn wären vieles in Horhausen einfach nicht machbar gewesen.
Wenn ich mal nicht weiterwusste, und das war oft der Fall, bekam ich in Horhausen immer wieder den gleichen Tip: Froh doch afach mol de Günter, wot de dozou maaant.. Auch dies ist mittlerweile ebenfalls schon fast ein geflügeltes Wort in Horhausen geworden.
Sein Engagement und sein Einsatz für seinen Heimatort und dabei auch noch seine immer positive Ausstrahlung und Einstellung zu ehrenamtlicher Hilfe geht weit über das hinaus, was man sich als Bürgermeister eigentlich auch nur ansatzweise von einem Mitbürger erhoffen darf.
Ich hatte in den vorhergehenden Jahrzehnten bis zu meiner Wahl eigentlich nicht viel mit
persönlich zu tun gehabt. Unsere Lebensführungen waren einfach dafür zu unterschiedlich. Mittlerweile kann ich aber ohne Wenn und Aber sagen: Günter ist mir zu einem echten und guten Freund geworden.
Unabhängig davon wären kleine Kommunen wie Horhausen am untersten Ende der staatlichen Nahrungskette ohne ehrenamtliche Helfer einfach aufgeschmissen. Und ohne die Millionen von Ehrenämtler wäre auch unsere Ehrenamtsdemokratie Deutschland mittlerweile einfach nicht mehr in dem noch bestehenden Maße handlungs- und lebensfähig.
Und daher gebührt
meiner Meinung nach als unserem „stillen Star“ in Horhausen auch einfach mal eine entsprechende öffentliche Anerkennung.
Und noch eine letzte ganz persönliche Anmerkung:
Wir beiden haben die letzten Jahre sehr viel zusammengearbeitet und auch erlebt, haben uns dabei auch über Vieles, auch Persönliches ausgetauscht.
Es gibt mit Sicherheit ganz viele individuelle Gründe, um sich für andere Menschen zu engagieren. Und das ist auch gut so. Als ich Günter letzte Woche mal nach seiner Motivation fragte, antwortete er mir, dass ihm unsere gemeinsame Arbeit maßgeblich dabei geholfen hat, über den Trennungsschmerz für seine leider viel zu früh verstorbene langjährige Lebenspartnerin hinweg zu kommen. Diese Aussage hat mich persönlich natürlich sehr berührt und mehr als nachdenklich, aber auch sehr dankbar gemacht.
Dankbar dafür, dass
unsere Dorfgemeinschaft, aber auch mein ganz persönliches Leben in dieser Art und Weise bereichert hat und hoffentlich noch ganz lange bereichern wird.
Und dies immer selbstlos und uneigennützig.
Und solch ein Verhalten, liebe Gäste, das ist in meinen Augen absolut nicht selbstverständlich. Menschen, die sich derart auch für andere einsetzen, egal wie, wo, wann und warum sind in meinen Augen für eine funktionierende Demokratie einfach unverzichtbar.
Und daher bin ich sehr stolz und auch sehr glücklich, dass Günters Engagement heute hier auch entsprechend gewürdigt wird.
Der beste Weg, sich nicht hoffnungslos zu fühlen ist aufzustehen und etwas zu tun. Warte nicht darauf, dass dir etwas Gutes widerfährt. Wenn du rausgehst und etwas Gutes geschehen lässt, füllst du die Welt mit Hoffnung und du füllst dich selbst mit Hoffnung.
Soweit ein für meine Anmerkungen sehr passendes Zitat von Barack Obama.
Und genau das
getan und wird es auch weiterhin tun, da bin ich mir sicher.
Vielen lieben Dank, dass Sie mir zugehört haben.
mein Name ist
, ich bin der Bürgermeister der Ortsgemeinde Horhausen und habe die große Ehre, heute eine kurze Laudatio für meinen Mitbürger
zu halten.
Es gibt viele Personen, aber nur wenige Persönlichkeiten.
Und wenn ich Albert Einstein dazu zitieren darf:
Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung.
Wenn dem so ist, dann ist
genau solch eine Persönlichkeit.
Herr Neu hat alleine in den vergangenen sechs Jahren, seit ich Bürgermeister bin, mittlerweile annähernd 1500 ehrenamtliche Arbeitsstunden für unsere Gemeinde geleistet. Das muss man sich erst einmal vorstellen. Und meine Statistik ist einmal nicht gefälscht. Dabei immer als meine rechte und auch linke Hand bei allen unseren großen Projekten der letzten Jahre wie dem Bau eines großen Naturspielgeländes für unsere Kinder, der Sanierung und Neugestaltung unseres Friedhofes, beim momentanen Bau unseres neuen Mehrgenerationengeländes, um nur einige wenige zu nennen.
Beispielsweise hat er dabei als Bagger -und Radladerfahrer in sehr schwierigem Gelände bei einigen Einsätzen seine eigene Gesundheit aufs Spiel gesetzt. Er dabei mit nach außen hin immer stoischer Ruhe, ich als Verantwortlicher immer zittern daneben. Und ich bin ehrlich: einige wirklich brenzliche Situationen haben mir etliche graue Haare beschert und ich habe mich mehrmals schon mit einem Bein im Gefängnis gesehen. Aber er ist halt ein ausgewiesener Fachmann und einfach ein Mann der Taten, nicht der Worte.
Seine fachlichen, in erster Linie aber auch menschlichen Qualitäten und sein immerwährendes Engagement haben uns alle in Horhausen seit Jahren zutiefst beeindruckt. Und dadurch hat er in ganz besonderem Maße dazu beigetragen, dass in Horhausen mittlerweile ein Gemeinschafts- ein Zusammengehörigkeitsgefühl entstanden ist, das es uns ermöglicht, unseren kleinen Ort lebens- und liebenswert und auch zukunftsfähig zu erhalten bzw. zu machen. Denn Günter lebt Ehrenamt vor, und dies im besten Sinne des Wortes.
Er wollte dafür nie ein Wort des Dankes hören, hat immer betont: das mache ich für uns alle hier in Horhausen.
Und ich denke an die vielen Situationen, bei denen er mich wieder einmal an seiner Haustüre in seiner überaus charmanten und wirklich aber immer lieb und scherzhaft gemeinten Art mit den Worten begrüßt hat wie
„ach su wot aua aach, mei Nervensääch, mein Leyblingsbamaster, es weera mol dooh“ oder
„Ralf, wat wellst dau da schon werre hey“, dat bedeit fir mich nix goures oder
„Ralf mein leywer Ortschef, hoste werra mol kaane gefonne, woadd ich komme gleich“
Um dann kurz danach in voller Montur auf einer unserer Baustellen zu stehen.
Und dazu kommt auch noch seine immer an den Tag gelegte Bescheidenheit. Er wollte nie im Mittelpunkt stehen, hat sich nie in den Vordergrund gedrängt, wollte nie für seine Arbeit gelobt oder belohnt werden. Selbst seine eigenen finanziellen Aufwendungen und die vielen Fahrten mit seinem PKW und Anhänger für unsere Gemeinde wollte er nie erstattet bekommen haben.
Und darüber hinaus steht er auch in sozialer Hinsicht mit Rat und Tat zur Seite, da wo Hilfe und Unterstützung gebraucht wird, dies macht er ebenfalls in gleichem Maße, gerade für etliche ältere und hilfebedürftigen Mitbürgerinnen und Mitbürger im privaten Bereich. Er ist einfach ein Helfer und Kümmerer und dies im besten Sinne des Wortes.
Und ohne ihn wären vieles in Horhausen einfach nicht machbar gewesen.
Wenn ich mal nicht weiterwusste, und das war oft der Fall, bekam ich in Horhausen immer wieder den gleichen Tip: Froh doch afach mol de Günter, wot de dozou maaant.. Auch dies ist mittlerweile ebenfalls schon fast ein geflügeltes Wort in Horhausen geworden.
Sein Engagement und sein Einsatz für seinen Heimatort und dabei auch noch seine immer positive Ausstrahlung und Einstellung zu ehrenamtlicher Hilfe geht weit über das hinaus, was man sich als Bürgermeister eigentlich auch nur ansatzweise von einem Mitbürger erhoffen darf.
Ich hatte in den vorhergehenden Jahrzehnten bis zu meiner Wahl eigentlich nicht viel mit
persönlich zu tun gehabt. Unsere Lebensführungen waren einfach dafür zu unterschiedlich. Mittlerweile kann ich aber ohne Wenn und Aber sagen: Günter ist mir zu einem echten und guten Freund geworden.
Unabhängig davon wären kleine Kommunen wie Horhausen am untersten Ende der staatlichen Nahrungskette ohne ehrenamtliche Helfer einfach aufgeschmissen. Und ohne die Millionen von Ehrenämtler wäre auch unsere Ehrenamtsdemokratie Deutschland mittlerweile einfach nicht mehr in dem noch bestehenden Maße handlungs- und lebensfähig.
Und daher gebührt
meiner Meinung nach als unserem „stillen Star“ in Horhausen auch einfach mal eine entsprechende öffentliche Anerkennung.
Und noch eine letzte ganz persönliche Anmerkung:
Wir beiden haben die letzten Jahre sehr viel zusammengearbeitet und auch erlebt, haben uns dabei auch über Vieles, auch Persönliches ausgetauscht.
Es gibt mit Sicherheit ganz viele individuelle Gründe, um sich für andere Menschen zu engagieren. Und das ist auch gut so. Als ich Günter letzte Woche mal nach seiner Motivation fragte, antwortete er mir, dass ihm unsere gemeinsame Arbeit maßgeblich dabei geholfen hat, über den Trennungsschmerz für seine leider viel zu früh verstorbene langjährige Lebenspartnerin hinweg zu kommen. Diese Aussage hat mich persönlich natürlich sehr berührt und mehr als nachdenklich, aber auch sehr dankbar gemacht.
Dankbar dafür, dass
unsere Dorfgemeinschaft, aber auch mein ganz persönliches Leben in dieser Art und Weise bereichert hat und hoffentlich noch ganz lange bereichern wird.
Und dies immer selbstlos und uneigennützig.
Und solch ein Verhalten, liebe Gäste, das ist in meinen Augen absolut nicht selbstverständlich. Menschen, die sich derart auch für andere einsetzen, egal wie, wo, wann und warum sind in meinen Augen für eine funktionierende Demokratie einfach unverzichtbar.
Und daher bin ich sehr stolz und auch sehr glücklich, dass Günters Engagement heute hier auch entsprechend gewürdigt wird.
Der beste Weg, sich nicht hoffnungslos zu fühlen ist aufzustehen und etwas zu tun. Warte nicht darauf, dass dir etwas Gutes widerfährt. Wenn du rausgehst und etwas Gutes geschehen lässt, füllst du die Welt mit Hoffnung und du füllst dich selbst mit Hoffnung.
Soweit ein für meine Anmerkungen sehr passendes Zitat von Barack Obama.
Und genau das
getan und wird es auch weiterhin tun, da bin ich mir sicher.
Vielen lieben Dank, dass Sie mir zugehört haben.