Letzte Sirenenprüfung fand statt

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Samstags bleibt es still.

Horhausen. Wer am zweiten Samstagmittag im Mai den gewohnten Heulton vermissen wird, muss sich nicht wundern: Mit der Sirenenprüfung am 11. April 2026 ging in der Verbandsgemeinde Diez eine Ära zu Ende. Der vertraute Testlauf an jedem zweiten Samstag im Monat um 13:00 Uhr gehört ab sofort der Vergangenheit an.

Digitalisierung im Hosentaschenformat

Seit Beginn des Jahres ist in den Leitstellenbereichen Montabaur und Koblenz der digitale Wirkbetrieb in vollem Gange. Die Alarmierung der Feuerwehren erfolgt nun primär über moderne digitale Funkmeldeempfänger (Pager) oder Smartphone-Apps. Diese übermitteln Einsatzorte und Brandarten direkt als Text – diskreter, präziser und schneller als jedes analoge Signal.

Von der Brandmeldung zum Bevölkerungsschutz

Die klassische Sirene wandelt ihr Gesicht. Während sie früher bei jedem kleineren Einsatz heulte, rückt nun der Bevölkerungsschutz in den Fokus. Sie wird zum zentralen Instrument, um die Bürger bei Großschadenslagen wie Hochwasser oder Chemieunfällen zu warnen. Für die Feuerwehrleute bleibt sie lediglich bei zeitkritischen Großeinsätzen als zusätzlicher „Weckeffekt“ erhalten.

Die alten Motorsirenen haben ausgedient und werden bis 2029 flächendeckend durch elektronische Hochleistungssysteme ersetzt. Die neuen Modelle können nicht nur heulen, sondern die Bevölkerung direkt über Sprachanweisungen informieren. Dank moderner Akkupufferung funktionieren die Anlagen selbst bei einem totalen Stromausfall für mindestens vier Alarmierungszyklen.
 

Ein entscheidender Vorteil der neuen Technik ist die direkte Anbindung an das modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS). Damit reihen sich die Sirenen in der VG Diez nahtlos in die Kette von Warn-Apps wie NINA oder KATWARN ein. 

Letzte Überprüfung 
 
Wer samstags nicht auf die Geräusche verzichten kann, die letzte Überprüfung höchstpersönlich vom Wehrführer dokumentiert:
 
 
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