Rettungseinsatz am Buffet: Horhausen im Schlachtplatten-Fieber!

Das Schlachtfest der Feuerwehr.

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HORHAUSEN – Während mancherorts am Sonntagmittag noch die Kissen ausgeschüttelt wurden, herrschte in Horhausen bereits der kulinarische Ausnahmezustand. Am 29. März 2026 lud der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr zum legendären Schlachtfest!

Punktlandung um 11:30 Uhr: O zapft is!

Bereits eine halbe Stunde vor dem offiziellen Mittagessen war der Durstpegel einiger Gäste strategisch günstig platziert. Glücklicherweise zeigten sich die Floriansjünger an der Zapfanlage bestens vorbereitet. Ob kühles Pils oder ein spritziges Weizen – die flüssige Grundlage wurde fachmännisch ins Glas befördert.

High-Tech an der Wursttheke: Bits, Bytes und Blutwurst

Was beim „Weihnachtszauber“ noch als Testlauf startete, ist in Horhausen nun offiziell etabliert: Die Digitalisierung hat den Verkauf fest im Griff! Insgesamt wurden an der Essensausgabe und beim Wurstverkauf stolze 188 Zahlungsvorgänge (bar oder Karte) abgewickelt.

Dabei zeigte sich Horhausen von seiner modernen Seite: 40 % dieser Zahlungsvorgänge erfolgten rein digital per Karte. Durch die automatisierte Preisberechnung ging der Ablauf deutlich schneller – sehr zur Freude der hungrigen Schlange, die bis vor die Tür reichte.

Doch wo Licht ist, ist auch Skepsis. Einige traditionsbewusste Gäste beäugten die digitale Rechenhilfe kritisch. „Ich kann noch im Kopf rechnen, da brauche ich keinen Apparat!“, hieß es an der ein oder anderen Stelle. Das ernüchternde Ergebnis der „Kopfrechner-Fraktion“: Lediglich ein Drittel der Personen, die ihre Rechenkünste unter Beweis stellen wollten, nannten am Ende den korrekten Preis. Und dabei mussten sie wohlgemerkt nur einen einzigen der 188 Zahlungsvorgänge berechnen. Die Technik siegte hier also durch technisches K.o. – und bewahrte den Zeitplan vor dem Chaos.

Das Schwein der Stunde

Im Mittelpunkt des Geschehens stand ein Hauptdarsteller, der leider nicht mehr persönlich gratulieren konnte. Die Metzgerei Reh hatte für das Fest, wie jedes Jahr, extra ein Schwein geschlachtet, das nun in verschiedenen Aggregatzuständen die Tische eroberte. Ab 12:00 Uhr hieß es dann: „Sauerkraut frei!“ 

Die Teller bogen sich unter: Deftigen Rippchen, knackigen Bratwürsten, herzhafter Leber- und Blutwurst sowie einem Berg aus Kartoffelpüree, Sauerkraut und Brot.

Innovation im Dorf

Erstmals wurde eine vegane Wurst-Alternative angeboten. So konnten auch Begleitgäste, die bei dem Wort „Blutwurst“ eher blass wurden, entspannt mitschlemmen. Ein historischer Moment für die dörfliche Kulinarik!

Die süße Welle: 17 Torten

Wer nach der Schlachtplatte noch atmen konnte, wurde direkt zum nächsten Einsatzort beordert: dem Kuchenbuffet. Rund 17 gespendete Torten warteten darauf, fachgerecht zerlegt zu werden.

Ohne die „Heimlichen Helden“ geht gar nichts

Hinter den Kulissen wurde geschwitzt, was das Zeug hielt. Ob bei den Kuchenspendern, am glühenden Bratwurstgrill, in der Küche, beim strategischen Tellerstapeln an der Spüle oder beim Abräumen – das Team lief auf Hochtouren. Ein ganz besonderer Dank der Feuerwehr geht an die vielen freiwilligen Helfer, die gar nicht aktiv in der Feuerwehr sind. Die bittere Wahrheit: Ohne diese zivile Unterstützung wäre das Fest mit den verbleibenden aktiven Einsatzkräften kaum mehr durchzuführen gewesen.

Das Schlemmen war eine gute Tat! Der gesamte Gewinn des Schlachtfests kommt direkt der Feuerwehr Horhausen zugute. Jeder Bissen Rippchen war also eine Investition in den lokalen Brandschutz.

Fazit: Horhausen ist satt, die Vereinskasse besser gefüllt und die Technik hat (fast) alle überzeugt. Bis zum nächsten Jahr!

* An der Getränkeausgabe betrug der Kartenzahlungsanteil ca. 11 % gemessen am Getränke-Umsatz.

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